Daily #4

Dress: Thrifted // Backpack: fjallräven // Shoes: Dr. Martens

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Warum ich Social Media hasse und trotzdem blogge

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Sweater: Weekday / Shoes: Dr. Martens / Everything else: Vintage

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Hallo ihr lieben Menschen, wenn alles gut geht, begrüße ich euch mit diesem Post auch mit einem neuen Blogdesign, da ich zukünftig mehr Texte schreiben werde. Zudem hat sich mein entscheidungsverhasstes Ich nun endlich dazu durchgerungen, sich auf eine Sprache in den Beiträgen zu beschränken und kann euch nun stolz verkünden, dass ich künftig nur noch auf deutsch bloggen werde. Das Durchgehen meiner Kommentare zeigt, dass die meisten von euch eh schon deutsch sprechen, also wird’s nur noch einfacher :-)

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich mir eine Auszeit vom Bloggen genommen. Das liegt zum einen daran, dass ich total busy mit Lernen war, aber auch daran, dass mich die Blogeinträge meiner gefolgten Blogs alle ziemlich abgefuckt haben.

Es ist ein leidiges Thema in unserer aktuellen Gesellschaft, die von Smartphone-Apps und „Instagram-Influencern“ geprägt ist. Während vor gut zehn Jahren hochwertige, detaillierte Inhalte in themenspezifischen Foren gepostet wurden, verlaufen sich Informationen heute im Netz schnell. Gerade „Allthemen-Social Media“ wie Instagram gibt Infos nur flüchtig, ohne wirkliche Quellen oder dass sich irgendjemand näher damit beschäftigt hätte. Menschen, die für Gegenstände einfallslos und eintönig handeln. Leute, die für ein paar Follower auf Instagram zu digitalen Straßenbettlern werden.

Die Oberflächlichkeit

Dass Social Media zu Oberflächlichkeit neigt, hasse ich wohl mit am Meisten. Und damit meine ich nicht nur einseitige Kommentare, die man als Feedback erlangt. Apps wie Instagram sind unpersönlich, unseriös und eintönig. Sucht man Informationen durch Hashtags, tauchen viele ähnliche Bilder auf – alle sind gleich bearbeitet und gestaltet. Als ich jünger war, konnte ich mich stolzes Mitglied zahlreicher Foren nennen. Dort kam ich schnell an spezifische Informationen und Fragen wurden schnell geklärt. Mit der wachsenden Anzahl sozialer Medien schien die Anzahl der Foren drastisch zu schrumpfen. Es fehlte nämlich das Wichtigste – die User. Und die scheinen nun wie tot – stattdessen tummeln sich überall im Internet Menschen mit erschreckendem Halbwissen. Und obwohl das Internet immer größer wird, geht meiner Meinung auch immer mehr die Vielfältigkeit verloren. Ein gutes Beispiel dafür ist Instagram mit seinen 200 aufeinanderfolgenden Bildern von Kakteen mit dem Titel „Plants are Friends“ in meinem Feed. Dass sich dieser Mainstream auch auf Soziale Medien übertragen hat, sieht man an Hashtags wie „#Starbucks“. Dieser hat erschreckende 24.000.000 Beiträge.

Das leidige Wesen der „Influencer“
Doch woher kommt dieses Phänomen, dass alle Contents im Netzwerk sehr ähnlich oder gleich sind? Instagram selbst spricht von „inspiring creativity“. Doch wo ist diese Kreativität, wenn Bilder nur noch möglichst genau nachgeahmt werden?
Erschreckenderweise scheint vielen Nutzern diese Vervielfachung von Inhalten in all ihrer Irrelevanz kaum aufzufallen. Ich finde es total in Ordnung, wenn jemandem nur bestimmte Themenbereiche gefallen und derjenige nur diesen entsprechenden Nutzern folgt. Problematisch ist nur, dass dadurch die gesamte Individualität der einzelnen Personen verloren geht. Warum macht man sich nicht ernsthaft Gedanken darüber, wie besonders ein Bild ist, bevor man es postet?
Ganz einfach – dadurch bekommt man Follower. Und durch diese Follower werden bekannte Marken auf einen aufmerksam. Das gilt nicht nur für Instagram – YouTube und co. zeigen das Gleiche System. Hast du erst einmal die Follower, wollen Marken kooperieren. Und auch das finde ich nicht verwerflich. Es ist toll, etwas (materielles) für deine Mühen zurückzubekommen. Dennoch scheinen viele Menschen, die eine große Anzahl an Followern erlangt haben, diese Gratisgeschenke mit kleiner Gegenleistung nicht als Ansporn zu sehen. Stattdessen werden ihre Beiträge nur noch eintöniger (und langweiliger).

Alles für eine Daniel Wellington-Uhr
Grob gesagt, geht es darum in jedem Netzwerk. Große Firmen versuchen durch die neue Erscheinung der sozialen Medien neue Zielgruppen anzusprechen. Und wie geht das besser als über bekannte User der Plattform? Richtig, gar nicht.
Kooperationen an sich sind ja auch nichts schlechtes. Dass die „Influencer“ jedoch vom Start bis hin zur eigentlichen Kooperation sämliche ethische Moralvorstellungen über Bord werfen, ist mir schleierhaft.
Neulich erzählte mir ein Freund, dass der neueste Trend auf Instagram ist, mit Nestle zu kooperieren und Bilder von Nestle-Eis hochzuladen. Und DAS finde ich verwerflich.
Wenn ich mit einem Online-Shop kooperiere, lege ich Wert darauf, dass der Shop davon profitiert. Allerdings möchte ich ihn euch dann auch wirklich ans Herz legen und würde mir die Produkte auch jederzeit wieder kaufen. Am Wichtigsten ist mir dabei jedoch auch, ob der Online-Shop ethisch ähnliche Moralvorstellungen hat wie ich. Hat der Shop faire Arbeitsbedingungen? Ist der Anbieter seriös? Schadet die Produktion der Umwelt?
Schließlich möchte ich ja nur wegen ein paar dazuverdienten Euros kein Hurensohn Weltverschlechterer werden. Aber genau das sind meiner Meinung nach die Leute, die irgendwelche (sorry für die Ausdrucksweise) banale Scheiße über irgendeinen Gegenstand posten, den sowieso niemand kaufen wird.

Früher war alles besser
Vielleicht sollten diese Leute (und wir alle sind ein bisschen diese Leute) ihre materialistischen Vorstellungen überdenken – dann würden vielleicht auch die Inhalte zurückkommen, wegen denen ich mich damals auf Seiten wie Instagram oder Facebook angemeldet habe. Mir gefiel die Idee eines endlos großen Haufen einzigartiger Ideen, die nur darauf warten, mit allen Menschen da draußen geteilt zu werden. Damals war es wichtig, was man postet, um Erfolg zu haben. Es war ein Erfolg, der nicht auf eine gratis Daniel Wellington hinarbeitete, sondern darauf, die Community zu vergrößern und die Ideen immer mehr Menschen vorzustellen.
Schaut euch doch mal alte Inhalte von euren Lieblings-Youtubern / Instagrammern / Twitterern usw. an und ihr werdet den Unterschied erkennen. Versucht euch von Früher inspirieren zu lassen. Genau das versuche ich zurzeit – auch mit meinem Blog. Vom Design her wird also alles neu, von den Posts her eher alles „alt“ :D Ich versuche in dieser Hinsicht an mir zu arbeiten, indem ich mich mehr auf das Bloggen konzentriere und weniger auf das Drumherum. Wenn wir uns auf die alten Zeiten besinnen, werden wir sehen, was uns nun entgeht und können es ändern!

5 Dinge, die bei analoger Fotografie zu beachten sind (+meine analogen Favorites)

(Beste Bearbeitung evuurrrr) Heute möchte ich euch eines meiner liebsten Hobbys vorstellen – wie an der Überschrift erkennbar geht es um Fotografie, genauer gesagt um die analoge Fotografie. Für Fotos gibt es hier mehr zu beachten als bei Digitalkameras, wieviel man beachten muss, hängt natürlich auch vom Alter der Kamera ab. Daher habe ich hier einen kleinen Guide für alle unter euch, die schon länger mit dem Gedanken spielen, sich an analogen Fotos zu versuchen. Ich kann es all denjenigen unter euch mit ein bisschen Geduld und Freude an Überraschungen ans Herz legen. Es ist immer wieder ein wunderbares Gefühl, die fertig entwickelten Fotos in der Hand zu halten und sich an all die schönen Momente zu erinnern, in denen sie entstanden sind.

1. Die Kamera: Bei der Wahl der Kamera ist in erster Linie wichtig, wofür du sie brauchst. Willst du professionelle Fotos machen, bei der du Lichtverhältnisse verändern und einen Fokus einstellen kannst, ist eine analoge Spiegelreflexkamera empfehlenswert. Willst du hingegen nur eine Alternative zu Einwegkameras finden, die für Partys, Urlaube ect. Geeignet sind, ist eine einfache Kompaktkamera empfehlenswert. Zudem sollten bei der Wahl vor allem die persönlichen Fähigkeiten berücksichtigt werden. Fotografierst du schon lange? Hast du schon mal analog fotografiert? Für Einsteiger empfiehlt sich eine Kamera mit Vollautomatikmodus und Autofokus.

2. Das Zähler: Schwierig ist nämlich hier vor allem das Einlegen des Films, wenn die Kamera diesen nicht automatisch weiterspult. Hier kann es schnell mal passieren, dass der Film nicht richtig eingelegt ist und du am Ende eines Urlaubs mit leeren Händen ohne irgendwelche Fotos dastehst. (Und ja, das ist mir in der Tat passiert, als ich in Frankreich war. Während ich fröhlich Fotos vom versailler Spiegelsaal schoss, merkte ich, dass sich der Zähler nicht weiterdrehte. Dann hast du die Arschkarte.) Die neueren analogen Kameras spulen den Film automatisch weiter – dennoch auch in jedem Fall auf das Weiterlaufen des Zählwerks als Überprüfung achten!

3. Der Fokus: Ein Autofokus ist für alle die empfehlenswert, die schlechtere Augen haben oder Brillenträger sind, da der manuelle Fokus durch den Sucher nicht immer zu 100% scharfstellt. Wenn du jedoch wie ich auch bei deiner Digitalkamera besser mit einem manuellen Fokus zurechtkommst, empfehle ich dir diesen Weg auch analog zu gehen. Vorteil hierbei ist, dass du auch ältere Kameras ohne Autofokus bedienen kannst.

4. Der Kleinbildfilm: Früher gab es Kleinbildfilme wie Sand am Meer, heute sind sie zur echten Mangelware geworden. Bis vor kurzem gab es empfehlenswerte und sehr günstige Filme bei DM und Rossmann, diese wurden jedoch leider aus dem Sortiment genommen. Zurzeit kaufe ich mir Kodak Gold Filme im 3er-Pack für 8€, da diese ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
Die Filme selbst gibt es mit verschieden vielen Aufnahmen: Am meistverbreitesten sind 24 oder 36. Günstiger sind im Schnitt die 36er und davon habt ihr länger etwas, weshalb ich euch diese klar empfehle.
Im Gegensatz zu Speicherkarten (haha) haben Filme ein Verfallsdatum, dass nicht überschritten werden sollte. Länger halten sie sich, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt oder sogar eingefroren werden. Bei zweiterem ist zu beachten, dass sie 24 Stunden vor Benutzung in den Kühlschrank verlagert werden sollten.

Aus eigener Erfahrung kann ich euch nur sagen, dass auch ungekühlt gelagerte Filme noch Jahre nach dem MHD benutzt werden können. Manche Fotos dieser Filme verloren an Farbstärke oder hatten Schlieren, aber dieses interessante Experiment kann ich jedem empfehlen!

5. Das Entwickeln: Die ganz harten machen’s selbst und bauen sich eine Dunkelkammer, bestellen sich für mehrere hundert Euro die nötigen Chemikalien und bezahlen einmalig eine Gebühr von 10000000000€. Spaß beiseite, worauf ich eigentlich hinauswill ist, dass unterschiedliche Läden logischerweise unterschiedlich für das Entwickeln nehmen. Geht in KEINEM Fall zu einem Fotoladen! Dort fäng das Entwickeln bei etwa 10€ aufwärts an und dauert meist etwa eine Woche. Die besten Erfahrungen habe ich bei Rossmann gemacht, je nach Größe der Abzüge bezahlt man dort für die Filmentwicklung und die Abzüge etwa 2,50€-5€ (bei Standard-Kleinbildfilmen). Top Secret, von dem ich leider nicht weiß, ob es für jede Stadt gilt: In vielen werden die Filme dort Freitags entwickelt und können Samstag abgeholt werden – also am Donnerstag vorbeibringen!

Am Schluss nochmal zwei Kamera-Kaufempfehlungen: Für meine Fotos benutze ich meist die Canon AV-1 und Canon MC-10 :-)
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sunshine, lollipops and rainbows

Hey ihr lieben, ich habe jetzt genau eine Stunde Zeit um einen kompletten Blogpost inklusive bearbeiteten Outfitfotos und einem Fließtext zu kreieren. Klar, ich muss das nicht machen, aber nachdem ich mich schon wieder ziemlich genau einen Monat nicht gemeldet habe, fühle ich mich fast schuldig. Auf den Bildern seht ihr ein Outfit, was ich euch einfach nicht vorenthalten konnte! Den süßen Pulli hat mir meine Mutter von einem Flohmarkt mitgebracht, ich liebe Regenbogen-Kleidung! Die süße Jen hingegen hab‘ ich auf dem Weg zu einem Konzert aufgelesen. Viel mehr gibt’s nicht zu erzählen, außer, dass bei uns ansonsten der Sommer ENDLICH ausgebrochen ist und ich wieder longboarden kann! Es ist dennoch ein Daily Struggle (und alle unter euch, die Skaten, werden mich verstehen), coole Docs / Plateauschuhe / Whatever zu tragen und gleichzeitig irgendwie vernünftig Long- oder Skateboard zu fahren. Empfehlenswert an dieser Stelle auch auf jeden Fall der Converse-Klassiker, bevorzuge ihn sogar vor Vans!

Sunshine, Lollipops and Rainbows – Lesley Gore

Life-Update: Zurzeit lerne ich extrem viel, lustigerweise sogar freiwillig. Um das ganze Gelerne jedoch wieder auszugleichen, habe ich fleißig Kleidung im Internet bestellt. Interessiert euch eine Haul? :-)

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Shirt: Vintage // Pants: Topshop // Shoes: Converse // Backpack: Fjallräven // Longboard: Jucker Hawaii